Bienen- und Wespenstich bei Hunden und Katzen


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Immer dann, wenn sich die Tiere im Freien aufhalten, besteht die Gefahr von einem Bienen- oder Wespenstich. Betroffen sind meist die Pfoten, wenn die Tiere versuchen nach dem Insekt zu schlagen, oder auch die Nase, wenn der Hund nach einer im Gras sitzenden Biene oder Wespe schnappt.

Je nachdem, wo das Tier gestochen wird und ob es allergisch reagiert, können die Auswirkungen sehr unterschiedlich sein. Manche Hunde bekommen Schwellungen, andere Tiere spielen einfach munter weiter. Wirklich lebensbedrohlich kann ein Insektenstich aber werden, wenn das Tier allergisch auf das Insektengift reagiert. Dann kann der ganze Körper stark anschwellen, die Atemwege werden zugeschnürt und der Kreislauf kann zusammenbrechen.

Wenn eine Biene zugestochen hat, dann ist in der Regel auch der Stachel in der Haut stecken geblieben. Beim Entfernen des Stachels darf dieser aber nicht zusammengedrückt werden, sondern muss vorsichtig ohne Druck herausgezogen werden. Im Gegensatz zu dem Bienenstich bleibt bei einem Wespenstich kein Stachel zurück, denn die Wespe verliert diesen nach dem Stechen nicht. Deswegen sollte keine Zeit mit der Suche nach einem Stachel verschwendet werden.

Die erste und beste Hilfe ist die betroffene Stelle ausreichend zu kühlen. Dies kann mit kalten und nassen Handtüchern geschehen, aber auch mit einem Stück Gefriergut aus dem Froster. Dieses darf allerdings niemals ohne Schutz auf die Haut gelegt werden, sondern sollte immer in ein Handtuch oder etwas anderes eingeschlagen werden. Im Wechsel mit einer zweiminütigen Pause wird die betroffene Stelle für jeweils zehn Minuten gekühlt, bis die Beschwerden deutlich zurückgehen.
Auch ein Antiallergikum kann der Katze und dem Hund helfen, wenn das Tier von einer Biene oder eine Wespe gestochen wurde. Kühlende Gels und Salben wie Fenistil werden dünn auf die Haut aufgetragen und wirken dort gegen die Schwellung und gegen den Schmerz. Danach können im Kühlschrank aufbewahrte Lotionen helfen, die Beschwerden zu lindern.

Hilfreich sind auch homöopathische Mittel sowie Notfalltropfen in Form von Bachblüten. Dabei ist aber zu beachten, dass spezielle Tropfen oder Globulis für Tiere verwendet werden, da diese ohne Alkohol sind. Die Notfalltropfen kann das Tier alle fünf Minuten bekommen, bis der Zustand wieder stabil ist. Homöopathische Mittel, die bei einem Insektenstich helfen können sind unter anderem Ledum und Arnica. Äußerlich können Sie die betroffene Stelle außerdem mit einer Calendulasalbe oder etwas Calendulatinktur behandeln.

Falls sich in der direkten Nähe ein Bienenstock befindet, dann ist es hilfreich, wenn die Haustiere immunisiert werden. Das gelingt mit dem homöopathischen Mittel Apis mellifica 200. Hiervon bekommen die Tiere eine Dosis. Reagiert das Tier allergisch oder zeigt heftige Reaktionen, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind, dann kann der erste Schock durch die Gabe von flüssigem Kalzium verhindert oder stark eingeschränkt werden. In der Apotheke sind Trinkampullen mit flüssigem Kalzium erhältlich, die jeder Tierhalter vorrätig haben sollte. Auch ein Erster-Hilfe-Kurs, speziell für Tiere, kann unter Umständen helfen, wenn das Tier von einer Biene oder von einer Wespe gestochen wurde.

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