Hunde von Tierschutzvereinen oder vom Tierheim

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In Tierheimen warten viele Hunde auf neue Besitzer

Gegen Hunde aus dem Tierheim bestehen viele Vorurteile. Bissig sollen sie sein, nicht mehr in der Lage, sich an neue Menschen zu gewöhnen oder krank. Tatsächlich aber sind die meisten Tierheimhunde besonders anhänglich, und sind dankbar für neue Menschen, die es mit ihnen versuchen. Es gibt zwar auch manchmal bissige Hunde in Tierheimen. Aber diese Hunde haben alle eine traurige Vorgeschichte. Kein Hund ist von Natur aus bissig. Und wenn man sich für einen Hund aus dem Tierheim entscheidet, muss man keineswegs fürchten, dass man vom Tierheim einen gefährlichen, bissigen oder unsozialen Hund „angedreht“ bekommt. Leider sind längst nicht alle Hundezüchter so gewissenhaft und kompetent wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierheimen.

Welche Vorteile bieten Hunde vom Tierheim für ihre neuen Besitzer?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierheimen und Tierschutzorganisationen sind sehr daran interessiert, dass sie den passenden Hund zu den passenden Menschen vermitteln können. Denn Tierheime sind keine gewinnorientierten Unternehmen, sondern gemeinnützige Vereine, die nicht absatzorientiert arbeiten. In Tierheimen arbeiten Menschen mit Hundeerfahrung, teils auf ehrenamtlicher Basis, aber auch hauptberufliche Mitarbeiter. Die hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben entweder eine Ausbildung als Tierpfleger/in absolviert, oder sie können sehr viel Erfahrung im Umgang mit Tieren vorweisen. Inzwischen gibt es sogar eine spezialisierte Ausbildung für Tierpflegerinnen und Tierpfleger in Tierheimen und Tierpensionen. Der dazugehörige Ausbildungsberuf hat die offizielle Bezeichnung „Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und Tierpension“.
Hunde vom Tierheim werden außerdem von Tierärzten genau auf ihre Gesundheit überprüft. Die Vierbeiner werden ihren neuen Besitzern erst übergeben, nachdem sie vorsorglich entwurmt sowie gegen Tollwut und andere Erkrankungen geimpft worden sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierheimen beraten die neuen Hundebesitzer auch so gut wie möglich über das Wesen und die Vorlieben des ausgesuchten Vierbeiners, soweit diese dem Tierheimpersonal bekannt sind. So sollten Hunde mit viel Bewegungsdrang nur zu Menschen kommen, die selbst viel spazieren gehen, joggen oder Rad fahren.

Was kostet ein Hund vom Tierheim?

Das Tierheim erhält für den ausgesuchten Hund eine Schutzgebühr, die je nach Tierheim unterschiedlich ist. Im Allgemeinen sind die Gebühren für einen Tierheimhund sehr viel günstiger als von einem Züchter.

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten Sie erst einiges bedenken

Hat jemand in der Familie womöglich eine Tierhaarallergie?
Ist immer jemand da, der Zeit hat für den Hund? Denn Hunde brauchen viel Beschäftigung, Auslauf, und auch Training (Erziehung). Manche Hunde sind sehr verspielt und brauchen viel Zuwendung. Mindestens zwei Stunden Spazierengehen, über den Tag verteilt, sollte jeder Hundebesitzer seinem Hund bieten.
Sind Hausbesitzer oder Vermieter einverstanden? Tierheime verlangen vor der Abgabe eines Hundes eine schriftliche Bestätigung der Vermieter!

Was würde aus dem Hund werden, wenn Sie die Familienverhältnisse ändern würden?
Ist jemand für den Hund da, wenn Sie in den Urlaub fahren? Kann sich auch jemand um den Hund kümmern, wenn Sie krank sind oder gar ins Krankenhaus kommen?

Falls Sie keinen Hund vom Tierheim aufnehmen können

Im Tierheim warten noch viele andere Tiere auf liebevolle Besitzer – Katzen, Meerschweinchen, Goldhamster, Vögel… Auch diese Tiere müssen stets gut versorgt sein und brauchen Menschen, die ein Herz für Tiere haben und die Bereitschaft mitbringen, sich mit dem Tier ernsthaft zu beschäftigen.

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